(No) Lost Place #4: Der Ost-Kongo - (k)ein Märchenland

Fachkräfte – Joël Schrumpf - D.R. Kongo
05.05.2021

Unterwegs im kongolesischen Busch. Überall Schlingpflanzen. Spinnennetze, Eidechsen und vermutlich auch Schlangen. Endlich kommt der "Lost place" in Sicht, den wir suchen: eine alte Kaffeeplantage. Die Dieselmaschinen von "Ruston & Hornsby" waren einmal Top-Markenware. Vom fernen England wurden sie bis ins "Coeur d‘Afrique", das Herz von Afrika, verschifft. Das war vor den zahllosen Kriegen und Plünderungen nach dem Ende der schlimmen Kolonialzeit des Belgisch-Kongo, und heute liegt die Farm wie vieles im Ost-Kongo im Dornröschenschlaf. Aber "märchenhaft" ist nichts. Gar nichts. Doch das Leben geht weiter. Wer im Kongo nach vorn schaut, weiß um die Herausforderungen: Fragilität bis in die politische Spitze, ein darniederliegendes Staats-, Gesundheits- und Bildungswesen. Oft sind die Kirchen die einzigen dauerhaften Stabilitätsfaktoren.

So ist das auch bei der Friedens-Universität von Bunia. Die "Université Shalom de Bunia" - kurz USB benannt - liegt in einer Stadt mit 100.000 Einwohnern. Bis zum Lake Albert ist es gar nicht so weit. Jeder zweite Einwohner ist unter 20 Jahre alt. Fünf engagierte Mitgliedskirchen der Église du Christ au Congo (ECC), einem langjährigen Partner unseres Werkes, haben um die Entsendung von Joël Schrumpf gebeten. Er soll eine Ausbildung im Umweltmanagement aufbauen, denn die natürlichen Ressourcen des Kongo sind durch die extreme Ausbeutung der Bodenschätze in erheblicher Gefahr. Müll und Schwermetalle im Trinkwasser bergen Risiken. Doch es geht um viel mehr: Joël soll die Studenten auch geistlich fördern, denn auch da gibt es viel "Umweltverschmutzung" nach traumatischen Jahrzehnten des Krieges und der Flucht. Herzlichen Dank für all Ihre Fürbitte.

Hier können Sie einen persönlichen Beitrag von Joël ansehen!