Harrison sitzt hinter Gittern in einem Gefängnis in Bogotá. Die Mauern sind hoch, die Zellen überfüllt – und die Tage oft leer. Die Zeit vergeht, ohne Ziel, ohne Hoffnung.
Doch vor Kurzem hat sich für Harrison etwas verändert. Er konnte an einem Kurs zur Persönlichkeitsentwicklung von unserer christlichen Partnerorganisation teilnehmen: „Als wir das Thema Ethik behandelten, habe ich von Werten gehört, die ich zuvor nicht kannte. Außerdem haben wir uns das Thema der ganzheitlichen Gesundheit angeschaut. Dabei hab ich viel über Vergebung und Reue gelernt.“
Seit vielen Jahren gehen Mitarbeiter der Organisation dorthin, wo kaum jemand hinsieht: in die Gefängnisse Kolumbiens. Sie hören zu, begleiten seelsorgerlich, geben Halt – und eröffnen Wege zu Bildung und persönlichem Wachstum. Das ist dringend nötig. In vielen Gefängnissen sind die Insassen sich selbst überlassen. Haftstrafen von Jahrzehnten, Anstalten sind zu mehr als 100% überbelegt, kein Platz für Aktivitäten oder Weiterentwicklung.
So sind viele Menschen dort nicht nur körperlich eingesperrt, sondern auch innerlich gefangen – in Hoffnungslosigkeit, Depressionen und der Überzeugung, dass sie keine Zukunft mehr haben. Genau hier setzt die Arbeit unserer Partnerorganisation an: Die Mitarbeiter ermutigen, zeigen Perspektiven auf und stärken die Inhaftierten für das Leben nach der Entlassung. Sie fördern im Gefängnis entstandene Hauskreise und Gemeinden und ermutigen geistliche Leiter. Außerdem setzen sich die Mitarbeiter für Versöhnung zwischen Tätern und Opfern ein und leiten damit einen Prozess der Heilung für alle ein.
Die Arbeit hat eine großartige Auswirkung auf das Leben der Insassen. Harrison resümiert: „Im Kurs habe ich gelernt, mich kritisch zu reflektieren. Ich erkenne nun, wo ich versagt habe und dass ich selbst auch Verantwortung trage.“
Wir unterstützen diese Arbeit finanziell, damit Menschen wie Harrison im Gefängnis nicht zerbrechen – sondern eine Perspektive und Jesus finden.
