Hingabe – Ist das nicht zu viel verlangt?

Es gibt Menschen, die Hingabe radikal leben. Und es gibt Situationen, die sie einfordern. Ich bin allerdings überzeugt, dass Hingabe sich oft schon in den kleinen Dingen zeigt: Die Kollegin, die regelmäßig für alle die Spülmaschine ausräumt. Der Ehrenamtliche, der das ganze Jahr den Rasen um die Sportanlagen pflegt. Oder die Mitarbeiter der Kinderkirche, die jeden Sonntagmorgen mit den Kindern in der Bibel lesen. Wenn Menschen sich bewusst an eine Aufgabe binden, Verantwortung übernehmen und treu dabeibleiben, selbst bei Tätigkeiten, die auf den ersten Blick unbedeutend wirken oder wenn es keinen Applaus gibt – dann steckt dahinter mehr als Pflichtgefühl oder Routine. Das ist echte Hingabe.

Seine und unsere Hingabe

Die größte Hingabe, die keinen Applaus einbrachte und die auch keine Gegenleistung erwartet, hat Jesus gezeigt: Er starb für uns am Kreuz. Wir sind eingeladen, diese Hingabe und das neue Leben einfach so anzunehmen.

Die Bibel fordert auch uns in Römer 12, 1+2 zur Hingabe auf. Nicht als Gegenleistung. Aber als Konsequenz eines Lebens, das wir zur Ehre Gottes führen. Dabei geht es nicht um eine zuverlässig ausgeräumte Spülmaschine, sondern um eine grundsätzliche Ausrichtung für das komplette Leben: Ganz auf Jesus schauen, ihm vertrauen und sich von ihm verändern lassen. Wenn Jesu Maßstab unser Denken prägt, dann erkennen wir, was Gottes Wille für unser Leben ist. Wir entdecken, woran er Freude hat und welche Wege er für uns vorbereitet.

Deine Fasten-Challenge

Fasten und verzichten sind nicht so dein Ding? Römer 12,9–21 zeigt dir in vielen kleinen Beispielen, wie gelebte Hingabe aussehen kann. Nimm dir diese Woche eine einzige Sache vor, die du ausprobieren möchtest:

  • Ruf einen deiner Lieben an und frage, wie es ihm oder ihr geht.
  • Zeige deine Gastfreundschaft einer Person, die nicht so oft eingeladen wird.
  • Wenn jemand etwas erzählt, lege das Handy weg und schenke ihm volle Aufmerksamkeit.
  • Sage jeden Tag einer Person, was du an ihr schätzt.
  • Vergib etwas – das macht den Weg frei für ein neues Miteinander.
  • Informiere dich über ein Land und bete für die Menschen dort

Es grüßt dich Bernd Lutz,
Mitglied des Leitungskreises von Coworkers

Hier kannst du unser Fastenherz lesen mit weiteren Impulsen zur Fastenzeit