Nicht mehr Bandenmitglied – sondern Jesusnachfolger

Projekte – El Salvador

Mit sieben Jahren werden die Jungs in den Armenvierteln von San Salvador zum ersten Mal von einem Mitglied der zahlreichen Banden angesprochen: „Möchtest du einen kleinen Job übernehmen? Dir etwas dazuverdienen?“ Weil die Familienkasse knapp ist und um dazuzugehören, stecken die Kinder spätestens mit 13 knietief in einem Sumpf aus Kriminalität und Gewalt, werden zu Dieben oder sogar Mördern. Nicht wenige landen schon jung im Gefängnis oder werden getötet. 

San Salvador, die Hauptstadt von El Salvador und mit 1,75 Millionen Einwohnen eine der größten Metropolen Mittelamerikas, galt bis vor wenigen Jahren als die Stadt mit der weltweit höchsten Mordrate. Ursache war der blutige Krieg, den rivalisierende Banden auf den Straßen der Stadt um die Kontrolle des Drogenhandels führten.

„Mit dem harten Durchgreifen der neuen Regierung, hat sich die Lage in den letzten Jahren verbessert; Jugendliche geraten nicht mehr automatisch in die Fänge der Banden“, berichtet unsere Projektmanagerin, die kürzlich vor Ort war. „Doch es hat sich ein Vakuum gebildet und viele Jugendliche wissen nicht, wie es jetzt für sie weitergeht. Sie suchen nach alternativen Netzwerken und einer neuen Identität.“

Genau hier übernehmen die Kirchen von San Salvador Verantwortung: „Jetzt ist unser Moment, die Jugendlichen zu erreichen“, schreibt uns Pastor Alexis. Auch unsere Partnerorganisation engagiert sich – mit Englischkursen und Fußballtrainings erreicht sie zahlreiche junge Menschen. Jede Begegnung schließt eine Andacht ein, mit dem Ziel, dass Jugendliche ihre Identität nicht mehr bei den Banden suchen, sondern in Jesus finden.