Katja, warum besuchen die Kinder deiner Gastfamilie nicht eine Schule vor Ort?
Da die Familie nicht in der Nähe einer deutschen Schule wohnt, ist Homeschooling die sinnvollste Lösung für sie. Die Kinder auf ein Internat zu schicken oder in eine laotische Schule, war keine Option für die Familie.
Was macht dir richtig Freude beim Unterrichten?
Mir macht es besonders viel Spaß, zu sehen, welche Fortschritte die Kinder machen und wie sie ihre neu erlernten Fähigkeiten, wie beispielsweise das Lesen, in ihrem Alltag immer besser anwenden können. Es ist schön, ihre Aha-Momente mitzuerleben und den Stolz, den sie mit mir teilen, wenn sie etwas geschafft haben
Welche Herausforderungen erlebst du als ihre Lehrerin?
Es ist nicht immer leicht für mich, die Kinder für Aufgaben zu motivieren, die sie nicht gerne machen. Da sie keinen Vergleich zu Mitschülern haben oder eine Klassengemeinschaft, fehlt das Gemeinschaftsgefühl, das die Kinder motivieren könnte.
Hast du beim homeschoolen auch schon selbst was gelernt?
Durch das Homeschooling von vier unterschiedlichen Klassenstufen (1., 3., 5. und 7. Klasse) habe ich noch einmal mehr gemerkt, wie sehr mich die Arbeit mit Grundschülern erfüllt und dass mir die abwechslungsreiche Unterrichtsgestaltung viel Freude bereitet.
Und jetzt noch ein funfact über deine aktuelle Heimat Thailand:
Die meisten Menschen tragen hier offene Schuhe, wie beispielsweise Flip-Flops oder andere Sommerschuhe. Bevor man ein Haus betritt, werden zuerst die Schuhe ausgezogen und draußen hingestellt. Auch in den meisten Tempeln sind keine Schuhe erlaubt.
Jetzt haben wir auch noch was gelernt! Vielen Dank für das Interview.
