Gemeinsam säen und Hoffnung schenken

Fachkräfte – Eduard Fanz in Malawi

Coworkers: Eduard, was bewegt dich momentan am meisten?

Eduard Franz: In Malawi haben es alte Menschen und Verwitwete besonders schwer. Sie werden vernachlässigt und leben häufig isoliert. In meiner Gemeinde vor Ort haben wir darüber nachgedacht, wie wir dem biblischen Auftrag, sich um diese Menschen zu kümmern, nachkommen können. Wir haben die Not der Menschen in Predigten und Seminaren thematisiert und mit der Gemeinde überlegt, was wir konkret machen können. Obwohl viele Gemeindemitglieder selbst wenig besitzen, gaben sie gerne etwas für Andere ab. Wir haben daraufhin ein Feld gemietet und dort Mais angebaut. Die Ernte konnten wir an die Armen verteilen. Daraus ist ein Gemeindeprojekt geworden, das Menschen hilft und Gott ehrt.

Coworkers: Wie bist du mit den Menschen an deinem Einsatzort in Kontakt gekommen?

Eduard Franz: Mir war es von Anfang an wichtig, ihnen auf Augenhöhe zu begegnen. Ich bin in die kleine Gemeinde gegangen, mit der wir jetzt die Maisaktion durchgeführt haben. Obwohl der Weg dorthin sehr mühsam ist und ich die Sprache noch nicht sehr gut beherrsche, habe ich den Eindruck, dass dadurch Vertrauen gewachsen ist, das sich jetzt auszahlt.

Coworkers: Welches Ziel verfolgst du mit deiner Arbeit?

Eduard Franz: Ich wünsche mir, dass die Menschen in Malawi wirtschaftlich unabhängig sein und von ihrem Ertrag leben können. Und dass sie erkennen, dass Gott ihr Leben zum Guten verändern kann, auch wenn alles hoffnungslos scheint. Dass sie mit Liebe, Aufrichtigkeit und Freude leben und arbeiten können.

Eduard Franz arbeitet als Fachkraft für Bildungsarbeit in Malawi.
Er ist einer von über 80 Fachkräften, die weltweit als Coworker im Einsatz sind.