Update 11.07.2026
Im Evang. Gemeindeblatt Württemberg und Pfalz wurde dieser Beitrag über das Erdbeben und die Seels veröffentlicht.Hört zudem hier in den Radiobeitrag von Neckaralb Live „Blickwinkel” rein.
Update 08.07.2026
Der Evangelische Pressedienst hat die Geschichte von den Seels erzählt und zeigt, wo sie in Venezuela nach dem Erdbeben mithelfen. Den Artikel könnt ihr hier lesen.
Update 06.07.2026
Das Ehepaar Seel berichtet:
In der vergangenen Woche unterstützten wir unseren kirchlichen Partner bei der Nothilfe nach dem Erdbeben in Caracas und der Umgebung. Dabei konnten wir eine Trinkwasserfilteranlage installieren und mehrere Hilfstransporte begleiten. Gemeinsam mit fünf weiteren Fahrzeugen verschiedener Organisationen brachten wir Trinkwasser, Medikamente, Lebensmittel und weiteres dringend benötigtes Material in das am stärksten betroffene Küstengebiet Guaira.
Ihr habt das Ausmaß an Zerstörung wahrscheinlich in den Medien verfolgt. Das Leid der Menschen ist unbeschreiblich. Sie wohnen in Zelten umgeben von Verwesungsgeruch und Müll und doch in der Hoffnung, dass ihre Angehörigen noch gefunden werden. Und diese Wunder geschehen tatsächlich. Gestern wurden wieder 21 Menschen lebend aus den Trümmern gerettet. Wir haben das Vorrecht, den Betroffenen zu begegnen, mit ihnen zu beten, sie zu ermutigen und sie mit dem Nötigsten zu versorgen. Mitten im Chaos schenkt Gott immer wieder Trost, Hoffnung und neue Kraft.
Wir danken herzlich für alle Gebete und Spenden, die diese Nothilfe möglich machen. Sie sind eine große Ermutigung und ein wichtiger Beitrag für die Menschen vor Ort.
Update 01.07.2026
vom Ehepaar Seel
Daniel ist auf dem Weg nach Caracas, um dort das Wassersystem für eine kleine Gemeinde zu installieren. Dadurch wird es möglich sein, dass auch die Nachbarn an diesem Ort sauberes Wasser holen können – ein wichtiger Schritt, um die Menschen ganz praktisch zu unterstützen.
Gestern Abend waren wir in den betroffenen Gebieten und haben das ganze Ausmaß der Situation gesehen. Es ist sehr ernüchternd, und oft fehlen einem angesichts der Zerstörung einfach die Worte. Gleichzeitig erleben wir etwas sehr Ermutigendes: Die Menschen sind trotz allem unglaublich offen für Gespräche und Gebet. Es ist bewegend zu sehen, wie Gott selbst in dieser schwierigen Situation Herzen berührt und Hoffnung schenkt. Hier könnt ihr aktuelle Bilder von Daniel und Alexandra im Einsatz sehen.
Vielen Dank für eure Gebete und eure Unterstützung – sie machen einen echten Unterschied.
Update 29.06.
Unsere Fachkräfte Seel berichten: "Beeindruckend ist die große Solidarität im Land: Venezolanische Organisationen und viele Privatpersonen sammeln Hilfsgüter und bringen sie – teilweise mit Motorradkonvois – in die betroffenen Regionen. Auch unsere Gemeinde organisiert einen LKW mit Hilfsgütern."
Daniel und Alexandra Seel machen sich auf den Weg nach Caracas, um in der kommenden Woche dort mitzuhelfen, wo Unterstützung benötigt wird. Ihr Fahrzeug ist vor allem mit medizinischen Geräten beladen, um eine mobile Klinik zu versorgen.
Bitte beten Sie für Schutz und Bewahrung für das Ehepaar Seel sowie für alle Menschen, die von dem Erdbeben betroffen sind.
Update 26.06.
Unsere Fachkräfte Daniel und Alexandra Seel haben sich vor Ort in Valencia orientiert, dort sind die Schäden eher gering und es ist wenig zu tun. Viel schlimmer betroffen ist weiterhin die weiter entfernt gelegene Hauptstadt Caracas.
- Zum Beispiel übernachten dort Tausende Überlebende unter freiem Himmel auf Decken in Parks – und das in einer Stadt, wo das Sicherheitsrisiko schon unter „normalen“ Umständen in vielen Vierteln nicht erlaubt, nachts auf der Straße unterwegs zu sein.
- Schon vor dem Erdbeben war medizinische Versorgung ein riesiger Engpass im Land, es gibt so gut wie keine Medikamente verfügbar, die Bevölkerung kann sie sich auch kaum leisten – Medikamentenspenden wären eine große Hilfe. Das ist durch das Erdbeben und die Massen an medizinischen Notfällen und Seuchengefahr jetzt natürlich noch mal wesentlich dramatischer geworden. Unterstützung der medizinischen Versorgung insgesamt ist einer der größten Bedarfe, wo internationale Hilfe erforderlich sein wird.
Sie schreiben: „Das Erdbeben war schon ganz schön heftig. Wir haben uns unter den die größten Träger unserer Wohnung geflüchtet und mussten dort abwarten. Die Bauweise hier bei uns ist glücklicherweise sehr erdbebensicher. Aber das ist natürlich bei vielen anderen nicht der Fall. Caracas scheint am schlimmsten betroffen zu sein, auch wenn unsere Region eigentlich näher am Epizentrum liegt, als die Hauptstadt. Wir wollen jetzt zu der Gemeinde fahren, wo unser Arbeitsort ist, um zu sehen, wie stark die Menschen dort betroffen sind und wie wir am besten helfen können.“
Daniel und Alexandra Seel wollen sich aktiv einbringen, sobald klar ist, wie ihre Unterstützung aussehen kann. Sie sind diesbezüglich mit lokalen Christen im Gespräch.
Zudem hat die Nationale Baptistische Konvention Venezuelas (CNBV) einen Aktionsplan ausgerufen, der das nächste Vorgehen beschreibt:
- Die Christen zum gemeinsamen Gebet für das Land und die Lage zu mobilisieren
- Konkrete Nothilfe und Ersthilfe unterstützen, dafür insbesondere Mobilisation von Freiwilligen aus den Kirchen
- Konkretere Analyse der Schäden und Bedarfe
- Sammeln von Sachspenden innerhalb des Landes (Essen, Kleidung, Medikamente, Hygieneartikel, etc. – was Christen in den Gemeinden zu geben bereit sind)
- Sammeln von (nationalen u. internationalen) Hilfsgeldern, um möglichst viel Hilfe anbieten zu können.
Bitte betet weiterhin für Venezuela und vorallem dass die geplanten Hilfsaktionen den Menschen helfen und sie dadurch Gottes Liebe erfahren.
Vielen Dank für eure Gebete und eure Unterstützung.
Update 25.06.
Am 24. Juni 2026 wurde Venezuela von zwei schweren Erdbeben erschüttert. Besonders betroffen sind Regionen im Norden des Landes sowie die Hauptstadt Caracas. Die genaue Schadenslage wird noch ermittelt, doch bereits jetzt gibt es Berichte über Verletzte, Tote, beschädigte und eingestürzte Gebäude.
Besonders verbunden sind wir mit unseren Fachkräften in Venezuela, dem Ehepaar Seel.
Kurz nach den Erdbeben erreichte uns folgende Nachricht:
„Uns geht es gut, aber wir sorgen uns um Freunde in Caracas und in anderen betroffenen Gebieten. Wir erlebten am Abend des 24. Juni 2026 ein schweres Erdbeben der Stärke 7,5 mit dem Epizentrum ganz in unserer Nähe. Fünf Minuten lang schwankte unser Gebäude so stark, dass alles aus den Schränken fiel. Mehrere Nachbeben folgten. Nach unserem Eindruck ist unser Stadtteil vergleichsweise stabil gebaut und bislang sind nur wenige Schäden sichtbar. Dennoch sorgen wir uns um Freunde in Caracas und in anderen betroffenen Regionen, über deren Lage wir noch keine genauen Informationen haben.“
Wir stehen in engem Kontakt mit unseren Projektpartnern vor Ort. Von dort erreichte uns folgende erste Rückmeldung:
„Die Stadt Caracas ist schwer von dem Erdbeben betroffen. Mehrere Gebäude sind eingestürzt. Wir befinden uns in Valencia und machen uns heute auf den Weg nach Caracas, um zu helfen. Wir beten!“
Diese Nachricht macht deutlich, wie ernst die Lage insbesondere in Caracas ist. Beeindruckend ist ihre Bereitschaft, sich trotz der schwierigen Umstände sofort auf den Weg zu den Betroffenen zu machen, um praktische Hilfe zu leisten und Menschen beizustehen. Viele Menschen bangen um ihre Angehörige, Freunde und ihre Existenz. In den kommenden Tagen wird sich zeigen, welche Auswirkungen diese Naturkatastrophe auf die betroffenen Regionen haben wird.
Unser Aufruf: Beten und Helfen
Bitte betet für:
- die Verletzten und ihre Familien,
- die Rettungs- und Einsatzkräfte,
- die Menschen, die ihr Zuhause verloren haben,
- unsere Partner, Gemeinden und Fachkräfte vor Ort.
Gemeinsam mit unseren Projektpartnern prüfen wir derzeit, wo Hilfe am dringendsten benötigt wird. Jede Spende hilft dabei, betroffenen Menschen Hoffnung zu schenken und konkrete Unterstützung zu leisten.
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Vielen Dank für eure Verbundenheit, eure Gebete und eure Unterstützung.
Bildnachweis: IMAGO / Anadolu Agency
