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Loslassen. Aufbrechen. Wachsen.

Freiwillige – Eine Rückkehrerin im Interview

Lina, an was denkst du, wenn du das Wort „Aufbruch“ hörst?

Wenn ich das Wort Aufbruch höre, denke ich daran, dass man etwas Altes hinter sich lässt und auf etwas Neues zugeht.

Diesen Sommer haben 41 Freiwillige bei Coworkers einen Aufbruch gewagt und sind für einige Monate in ein fremdes Land gereist. Wohin ist deine Reise damals gegangen Lina?

Für mich ging es nach meinem Abitur 2024 nach Tansania, an ein christliches Internat mitten in der Masai-Steppe. Dort konnte ich mich an verschiedenen Stellen einbringen, zum Beispiel im Unterricht und in der Freizeitgestaltung.

Was hat dich damals zu diesem Aufbruch motiviert?

Mich hat motiviert, anderen Menschen mit meinen Gaben und Fähigkeiten zu dienen, mich in einem ganz neuen und ungewohnten Umfeld herausfordern zu lassen und Gott noch einmal ganz neu kennenzulernen.

Welche Ermutigung hast du für Leute, die gerade vor einem Aufbruch ins Unbekannte stehen?

Während meiner Zeit in Tansania wurde mir noch einmal neu bewusst, dass Gott mein Zuhause sein möchte. Ganz egal, wo ich bin, was ich tue oder welche Herausforderungen auf mich zukommen – er ist derjenige, der mich kennt und zu dem ich jederzeit kommen kann. Gerade bei einem Aufbruch ins Unbekannte, wenn man noch nicht weiß, was einen erwartet oder vielleicht auch noch an alten Dingen festhält, finde ich es unglaublich wertvoll zu wissen, dass man seinen himmlischen Vater an seiner Seite hat.

Wo merkst du, dass dein Aufbruch nach Tansania 2024, aus Auswirkungen auf deinen Alltag aktuell hat?

Kurz gesagt fallen mir direkt zwei Stichpunkte ein: Dankbarkeit und Großzügigkeit. Meine Zeit in Tansania erinnert mich immer wieder daran, meinen Fokus gerade dann auf die vielen Dinge zu lenken, für die ich dankbar sein kann, wenn ich mich über Kleinigkeiten beschweren möchte. Dankbar für Dinge, die zuvor ganz selbstverständlich waren. Zum Beispiel, dass ich studieren kann, dass meine Eltern mich unterstützen, für die Wasserversorgung oder dass ich mir keine Sorgen darüber machen muss, was ich morgen esse. Auch die Großzügigkeit und die Willkommenskultur, die ich in Tansania oft erlebt habe, sind mir zu einem großen Vorbild geworden. Daher möchte ich diese Haltung auch in meinem eigenen Alltag leben.   

Vielen Dank für das Interview!